Auf dieser Seite möchte ich Ihnen meine Beziehung zur Kunst ein wenig näher bringen.

Ich werde Ihnen von meinen ersten Erfahrungen mit der Bildhauerei erzählen und schildern, welche Künstler und Kunstrichtungen meine Arbeiten am meisten beeinflusst haben. Außerdem erkläre ich Ihnen welche Materialien ich für meine Skulpturen verwende. Und im Anschluss zeige ich Ihnen anhand einer Bilderfolge, wie mein künstlerisches Schaffen vom ersten Gedanken bis zur Vollendung der Skulptur aussieht.

 

Mein künstlerischer Werdegang

1951 wurde ich in Brixen (Südtirol) geboren, habe in St. Ulrich (Gröden) die Kunstschule unter Luis Piazza besucht und die ersten Eindrücke der Bildhauerei gesammelt. Die Bildhauerei hat in Gröden eine lange Tradition.

„Sommavilla erzählt gerne von seinem Lehrer an der Kunstschule in St. Ulrich, Luis Piazza, der immer, wenn das Hämmern des Meissels in der Werkstatt zu laut wurde, einschritt und meinte, es dürfe nicht zu viel Lärm geben bei der Bildhauerei; auch die Arbeit selbst müsse meditativ verlaufen.“ 
– Prof. Dr. Bernhard Braun –

Nach dem Abschluss der Kunstschule in Gröden bin ich 1968 nach Venedig aufgebrochen um am Magistero d’Arte Bildhauerei zu studieren. Es waren sehr interessante Jahre. Die 68ger Jahre waren geprägt als sehr unruhig, aber sehr kreativ und spannend.  Venedig war eine Hochburg der Studenten Bewegung. In Venedig hatte ich die Möglichkeit, mich mit moderner Skulptur auseinander zu setzen. In der Sammlung von Peggy Guggenheim konnte ich die ersten Originale von K.Brancusi und M.Marini und anderen Bildhauern betrachten. An der Kunstakademie unterrichtete  Alberto Viani und Emilio Vedova. Auch die Kunst Biennale war eine Quelle für meine zukünftige Arbeit.

Seit 1971 habe ich mit meinem Brotberuf Kunsterzieher begonnen und an den Mittelschulen in Toblach, Neustift, Brixen und Klausen unterrichtet. In diesen 40 Jahren war es mir wichtig die Kunst als praktische Fertigkeit darzustellen um die Kreativität der Schüler zu fördern.

Im Jahre 1983 war es endlich soweit, und ich konnte meine Skulpturen erstmals zur Schau stellen. Dieser Ausstellung folgten im Laufe der Jahre dutzende weitere Ausstellungen im In- und Ausland. Erwähnen möchte ich hierbei die Ausstellung im Chateau de Bourscheid-Luxemburg zum Thema „Core“, in der Minoritenkirche in Regensburg mit dem Thema „Arche im Raum“,in der Stadtgalerie Brixen zur „40 Jahre Städte-Partnerschaft Brixen-Regensburg“ und die Organisation der „See-Art am Vahrner See. Eine Liste aller Ausstellungen finden Sie hier.

Anbei möchte ich Ihnen auch drei Texte nahelegen, die mich des sicheren besser beschreiben werden.

Grußtext von Hans Heiss zur Eröffnung der Ausstellung in Mühlbach (Galerie 90)
Text von Franz Pfattner
Eröffnungsrede von Univ. Prof. Dr. Bernhard Braun in Innsbruck

 

Materialien

In diesen letzten mehr als 30 Jahren meines künstlerischen Schaffens war ich stets offen für alle möglichen Materialien. Ich würde sagen, dass folgendes Zitat des bekannten Kunsthistorikers Hans Heiss meine Materialien am besten zusammenfasst:

„Er brennt Terrakotta, setzt den Bronzeguss ein, verlegt sich dann aber wieder auf die Bearbeitung unterschiedlichster Steine, wie des harten, ungemein widerständigen Basalts, der eine glatte, beinahe abweisende Noblesse ausstrahlt, bis hin zu seltenen Gesteinsarten wie des Chinesischen Sandsteins, er verwendet aber auch Relikte von tieferer Ausstrahlung wie Belgischen Marmor, der aus den Resten eines spätgotischen Altars gewonnen wurde, ein sakrales Hintergrundzitat, wenn man so will. Aus Sergios Grödner Heimat stammt eine ortstypische Gesteinsart, der Bellerophon Ulrici, wie seine Bewohner nicht ganz pflegeleicht, schwer zu bearbeiten mit konstantem Einsatz von Flex.“

 Zur besseren bildlichen Vorstellung, habe ich hier für jedes Material eine Beispielskulptur für Sie ausgesucht.

Sergio_Sommavilla_Skulptur_BellerophonBellerophon

Sergio_Sommavilla_Skulptur_TerracottaEngobierte Terrakotta

Sergio_Sommavilla_Skulptur_BasaltBasalt

Sergio_Sommavilla_Skulptur_Chinesischer SandsteinSandstein

Holz

Sergio_Sommavilla_Skulptur_MarmorCarraramarmor

Sergio_Sommavilla_Skulptur_Belgischer MarmorBelgischer Marmor

Sergio_Sommavilla_Skulptur_MuschelkalkMuschelkalk

Sergio_Sommavilla_Skulptur_AlabasterAlabaster

Sergio_Sommavilla_Skulptur_KalkschieferSolnhofener Kalkschiefer

Ein Beispiel einer Skulptur von Sergio Sommavilla aus BronzeBronze

Sergio_Sommavilla_Skulptur_SpecksteinSpeckstein

 

Von der Skizze zur Skulptur

Hier möchte ich Ihnen anhand eines Beispiels die verschiedenen Phasen meines bildhauerischen Schaffens von der Grundidee bis zur Vollendung der Skulptur vorführen. Als Beispiel habe ich die Basalt- und Granit Skulpturen ausgewählt, die heute am schönen Sonntagsweg in Feldthurns stehen und sich auf immer mehr Besucher freuen.

Die Vorstudien meiner kreativen Grundidee entstehen in kleinen Skizzenbüchern, den sogenannten Moleskinen.

Sergio Sommavilla - meine Skulpturen entstehen auf Basis von Skizzen.
Sergio Sommavilla - meine Skulpturen entstehen auf Basis von Skizzen.
Sergio Sommavilla - meine Skulpturen entstehen auf Basis von Skizzen.

Zusammen mit diesen Vorstudien, beginnt zeitgleich auch die Auswahl der Materialien. Bei der Auswahl des Materials verlasse ich mich meist auf meinen Instinkt und scheue auch keine Reisen nach Massa Carrara, in den Steinbruch des bekannten Carraramarmors oder ins Altmühltal westlich von Regensburg (Partnerstadt von Brixen) in Bayern.

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Das Material ist für mich sehr wichtig. Steinskulpturen werden anfänglich mit Flex und Presslufthammer  bearbeitet und in weiterer Folge mit immer feineren Utensilien aufbereitet bis zum Feinschliff. Das Aussehen einer Skulptur ergibt sich zudem während der Arbeit, dabei lasse ich mich von der Natürlichkeit des Materials beeinflussen und schaue, was das Material mir sagt.

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Die fertigen Skulpturen können Sie gemeinsam mit der schönen Aussicht auf dem Sonntagsweg in Feldthurns, Südtirol genießen.

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Eine Übersicht der Endresultate meiner Arbeiten finden Sie hier.